· Pressemitteilung

Juniorhelfer übernehmen Verantwortung an der Grundschule am Erle

Juniorhelfer:innen an der Grundschule am ErleDRK KV Emmendingen

An der Grundschule am Erle in Endingen übernehmen Schülerinnen und Schüler schon früh Verantwortung füreinander. Seit Beginn des Schuljahres wurden die Kinder der dritten Klassen als Juniorhelferinnen und Juniorhelfer ausgebildet. Für ihre wichtige Aufgabe erhielten sie vor den Sommerferien im Rahmen einer kleinen Übergabe ihren neuen Ersthelferrucksack, der von der Krankenkasse BARMER gespendet wurde.

Das Juniorhelfer-Projekt wurde von Dajana Schulenburg, einer Lehrerin an der Grundschule, eingeführt, die bereits an ihrer vorherigen Schule sehr gute Erfahrungen mit dem Konzept gesammelt hatte. Immer vier Kinder übernehmen gemeinsam den Dienst und sind in den Pausen zur Stelle, wenn Mitschülerinnen oder Mitschüler kleine Verletzungen haben oder Trost benötigen.

Bei der Übergabe bedankte sich Maria Anna Eschbach, die Schulleitung, ausdrücklich bei den jungen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement. „Eine Schule, bei der sich Kinder um Kinder kümmern – das braucht man“, betonte die Schulleitung. Das Projekt soll in den kommenden Jahren weiter wachsen: In jedem Schuljahr kommen die neuen Drittklässler hinzu, sodass immer mehr Kinder Verantwortung im Schulalltag übernehmen.

Auch Franzi Stövhase, Koordinatorin für den Schulsanitätsdienst beim DRK-Kreisverband Emmendingen, begleitet das Projekt und freut sich über die Zusammenarbeit. „Wir haben uns sehr über die Anfrage gefreut. Genau solche motivierten Kinder braucht es“, erklärte Franzi Stövhase. Viele der Juniorhelferinnen und Juniorhelfer engagieren sich sogar bereits im Jugendrotkreuz und bringen ihre Erfahrungen nun auch in der Schule ein.

Dabei gehe es um weit mehr als die Versorgung kleiner Verletzungen. „Es ist so wichtig, dass Kinder selbstwirksam sind. Das unterstützen wir. Es geht um mehr als Pflaster kleben – es geht darum, für andere Kinder da zu sein“, so die Schulleitung. Oft wüssten Kinder selbst am besten, was andere Kinder in einer solchen Situation brauchen.

Auch die betreuende Lehrerin sieht viele positive Effekte: „Die Kinder erfahren Wertschätzung und der Teamgeist wird gefördert.“ Gleichzeitig lernen sie Verantwortung zu übernehmen, aufmerksam zu sein und anderen mit Empathie zu begegnen – Fähigkeiten, die weit über den Schulalltag hinaus wichtig sind.

Mit dem neuen Ersthelferrucksack, den Stephanie Schönstein von der BARMER übergab, sind die Juniorhelferinnen und Juniorhelfer nun bestens ausgestattet, um ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im Schulalltag zu unterstützen und ein Zeichen für gelebtes Miteinander zu setzen.