DRK Presseinformationen https://www.drk-emmendingen.de de DRK Fri, 26 Feb 2021 12:59:32 +0100 Fri, 26 Feb 2021 12:59:32 +0100 TYPO3 EXT:news news-38 Wed, 17 Feb 2021 20:12:30 +0100 DRK-Einsatz an allen Corona-Fronten https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-einsatz-an-allen-corona-fronten.html DRK-Einsatz an allen Corona-Fronten Das Corona-Jahr aus Sicht des Roten Kreuzes im Landkreis Emmendingen Ein Jahr Dauereinsatz – und kein Ende in Sicht

Kreis Emmendingen (mkt). Das Corona-Jahr 2020 wird sich nachhaltig in das Bewusstsein der Menschen einprägen – auch in das der Aktiven des Roten Kreuzes im Landkreis Emmendingen. „Ohne uns allzu sehr in den Mittelpunkt stellen zu wollen – ich denke, ohne das großartige Engagement zahlreicher Mitglieder und Mitarbeiter des Roten Kreuzes wäre es weit schwieriger gewesen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Landkreis Emmendingen zu bewältigen“, stellt Alexander Breisacher, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Emmendingen fest.

Ein Jahr Corona-Krise – das hat auch auf das DRK im Landkreis Emmendingen nachhaltige Auswirkungen. Sämtliche Vereinsaktivitäten der Ortsvereine mussten eingestellt, das kameradschaftliche Miteinander auf ein Minimum reduziert werden. Aus- und Fortbildungen wurden gestrichen oder finden seit Monaten überwiegend online statt. Blutspendeaktionen sind zwar nach dem Verbot im ersten Lockdown wieder möglich. Der organisatorische und personelle Aufwand dafür ist jedoch enorm. Doch was tun in einer solchen Extremsituation? Den Kopf in den Sand stecken? Nein, das Gegenteil ist der Fall! Gerade in die Aufrechterhaltung der Gesundheits- und Versorgungsstrukturen im Landkreis Emmendingen ist das Rote Kreuz mit all seinen Einrichtungen von Anfang an intensiv eingebunden. Das, was das DRK und seine Aktiven schon immer ausgezeichnet hat, ist mehr gefragt denn je: Organisationstalent, Improvisationskunst, ein gutes Netzwerk und flexible Strukturen, die sich auf die manchmal sich täglich ändernden Herausforderungen „von jetzt auf gleich“ einstellen können.

Die ersten Anzeichen der Corona-Krise Anfang letzten Jahres zeigten sich in ersten Quarantäne-Anordnungen für Menschen, die eventuell mit dem bis dahin unbekannten Virus infiziert sein könnten. Doch wie sollten diese von der Außenwelt isolierten Menschen versorgt werden? Oder ältere Mitbürger, die sich aus Angst vor einer Ansteckung oder aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr vor ihre Wohnungstür trauten? Hier sprang das DRK in die Bresche. Seit März letzten Jahres organisierten 20 DRK-Ortsvereine, oft in Zusammenarbeit mit Gemeindeverwaltungen und lokalen Einrichtungen, Einkaufsdienste für den täglichen Bedarf. Doch was anfangs als ad-hoc Aktion für wenige Wochen gedacht war, sollte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem monatelangen Großeinsatz an den verschiedensten „Corona-Fronten“ mausern. Bald schon begann der DRK-Kreisverband Emmendingen im Internet nach Menschen zu suchen, die sich ehrenamtlich einbringen wollten – als Handwerker, Fahrer, Dolmetscher, in der Pflege usw. Rund 500 Freiwillige meldeten sich. Der Aufruf stieß auf so große Resonanz, dass man gar nicht alle Interessierten einsetzen konnte.

Desinfektionsmittel und Schutzausrüstung

Eine der vordringlichsten Aufgaben in der Anfangszeit der Pandemie war die Mitwirkung bei der zentralen Beschaffung und Verteilung von Schutzmaterialien und Desinfektionsmittel für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Auch hier waren Kreativität und Engagement gefragt. So übernahm der Desinfektionsbeauftragte des DRK-Rettungsdienstes sogar zeitweise die zentrale Herstellung von Desinfektionsmitteln für alle Gesundheitseinrichtungen des Landkreises. Die Grundstoffe dafür beschaffte man sich auf recht unkonventionelle Weise: Persönliche Beziehungen zu Destillerien, Weinbaubetrieben und  Schnapsbrennereien wurden ebenso aktiviert, wie zu Betrieben der chemischen Industrie und anderen Unternehmen, die aus ihren Herstellungsprozessen geeignete Substanzen zur Verfügung stellten. Schutzkleidung zu organisieren war jedoch ein Kapitel für sich. Aber auch das gelang – mit viel Improvisationskunst. Einmal mehr  zeigte sich, dass in Krisenzeiten enge Netzwerke und teilweise persönliche Beziehungen unersetzlich sind. Nach und nach baute die Kassenärztliche Vereinigung eine Corona-Infrastruktur auf – auch dies mit tatkräftiger Hilfe des DRK. Testzentren wurden eingerichtet, eine erste Corona-Ambulanz und vieles mehr. Das DRK übernahm, teilweise in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk, den Aufbau der Ambulanzen. Es stellte Feldbetten und Equipment zur Verfügung, sorgte für die Patientenlenkung, stellte Fahrzeuge und Personal für die ambulanten Abstrichteams, die in den Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen testeten, und vieles mehr.

Trügerische Ruhe im Sommer

Trügerische Ruhe herrschte in den Sommermonaten. Der Rückgang der Infektionszahlen bewirkte auch im Landkreis Emmendingen das Zurückfahren der aufgebauten Strukturen. Mit einem positiven Nebeneffekt: Man kam zum Durchschnaufen – auch beim DRK! Doch mit dem rasanten Anstieg der Zahl positiv auf Corona getesteter Personen im Herbst rief das Land Baden-Württemberg wieder die „Pandemiestufe 3“ aus. Auch im Landkreis Emmendingen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz der Infizierten zeitweise auf über 100. Nun hieß es wieder: Anpacken, organisieren, improvisieren! Allerdings hatte man aus den Materialengpässen vom Frühjahr gelernt: Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, medizinisches Material, Schutzmasken – man hatte Vorräte angelegt, die Lieferketten griffen. Dazu trägt auch die Einsatzeinheit Logistik mit DRK-eigenen LKWs bei. So wird sichergestellt, dass bei einem dringenden Bedarf - zum Beispiel Schnelltests der Notreserve des Sozialministeriums – medizinisches Material in Senioreneinrichtungen und Kliniken gebracht werden können.

 Einen erhöhten Personalbedarf meldete das Gesundheitsamt zur Rückverfolgung von Corona-Infektionen. Auch hier startete das DRK einen Aufruf zur Mithilfe unter seinen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern, wiederum mit großem Erfolg. Nach ersten Schulungen erfolgten die Einsätze in mehreren Schichten nach einem vom Gesundheitsamt erarbeiteten Dienstplan, konnte jedoch nach einigen Wochen wieder zurück gefahren werden.

Corona-Testzentren und Kreisimpfzentrum

Seit dem 8. September ist das zentrale Corona-Testzentrum im Gewerbegebiet Malterdingen in Betrieb, das seinen Vorgänger, ein ad hoc eingerichtetes,  improvisiertes Testzentrum in Mundingen, ablöste. Dem Aufruf zur Mitarbeit folgten 150 Helferinnen und  Helfer aus fast allen Ortsvereinen des Landkreises, dem Rettungsdienst, der Verwaltung des DRK-Kreisverbandes und den Pflegediensten. Sie lesen Krankenkassenkarten ein, kennen die Abrechnungscodes mittlerweile auswendig, organisieren die Zu- und Abfahrt der zu Testenden und unterstützen die Ärzte bei ihren Abstrichen. Mindestens sechs Helfer sind täglich im Einsatz, in Spitzenzeiten bis zu neun, die bis zu 320 Abstriche pro Tag bewältigten. Bis zum Jahresende 2020 wurden allein hier über 4.000 Einsatzstunden geleistet. Da die Testzahlen aktuell rückläufig sind, hat die Station derzeit nur noch an fünf Tagen in der Woche geöffnet, kann aber bei Bedarf sofort wieder hoch gefahren werden.

Als im Dezember letzten Jahres bekannt wurde, dass erste Impfstoffe zur Corona-Bekämpfung zur Verfügung stehen, wurden nach den Vorgaben der Bundes- und Landesregierungen in ganz Deutschland Impfzentren eingerichtet. Bereits wenige Tage nach dem Aufruf, ein zentrales Kreisimpfzentrum im Landkreis Emmendingen aufzubauen, fiel die Wahl des Landratsamtes auf einen ehemaligen ALDI-Markt im Gewerbegebiet in Kenzingen. Die für ein Impfzentrum notwendige Infrastruktur an Räumlichkeiten, Hygieneeinrichtungen und nicht zuletzt Zu- und Abfahrmöglichkeiten mitsamt ausreichend Parkplatzkapazitäten waren hier vorhanden. Mit großem Engagement wurden die baulichen Voraussetzungen geschaffen. Auch hierbei sind  viele Mitglieder des DRK aktiv. Aber auch für den Betrieb der Einrichtung zeichnet das DRK gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung verantwortlich. Die organisatorische Leitung übernahm Kreisbereitschaftsleiter Andrej Hog. Der bei der Volkshochschule Emmendingen tätige Lehrer ist für die Dauer des Einsatzes an das Landratsamt abgeordnet worden. Dies ermöglicht eine hohe Synergie zwischen dem Landratsamt und dem DRK, die im Alltagsbetrieb deutlich zum Tragen kommt. So hat das DRK auch die Rekrutierung des nicht-ärztlichen medizinischen Personals für die Einrichtung übernommen. Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche DRK-Aktive, aber auch ehemalige Mitarbeiter/innen mit medizinischer Ausbildung wie zum Beispiel  zur Krankenschwestern u.ä. sind in der Einrichtung aktiv. Abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs kann die Einrichtung  auf eine maximale Betriebszeit von sieben Tagen in der Woche mit 16 Stunden täglich hochgefahren werden.

Parallel dazu unterstützt das DRK mit Personal und Fahrzeugen die mobilen Impfteams, die nach einem vorher erarbeiteten Einsatzplan die Senioren- und Pflegeeinrichtungen des Landkreises besuchen. Gerade in diesen Einrichtungen ist eine hohe Sensibilität gefragt. Die alltägliche Erfahrung zum Beispiel aus dem Rettungsdienst im Umgang mit älteren, vielleicht auch dementen Patienten erleichtert es, Zugang zu ihnen zu finden. Gerade das auch im Rettungsdienst erforderliche Fingerspitzengefühl, Menschen in für sie belastenden Situationen führen zu können, ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und ihnen mit Empathie begegnen zu können, ist hier von großem Nutzen. Nicht zuletzt trägt ein ungezwungenes, fröhliches Auftreten zur guten Stimmung in den Einrichtungen bei und erleichtert damit den Impfteams ihre Arbeit. 

Einen individuellen Fahrdienst zu den Impfzentren oder eine Unterstützung bei der Terminfindung bietet das DRK im Landkreis Emmendingen jedoch nicht an. Zum Einen „würde das unsere Kapazitäten sprengen“, so Kreisbereitschaftsleiter Andrej Hog. Zum anderen ließe ein Hilfsangebot durch DRK-Helfer die Erwartung entstehen, dass man dann schneller an Impftermine käme. „Da dies nicht der Fall ist wollen wir keine unerfüllbaren Erwartungen wecken“, so Hog. Zudem sei die Terminvergabe  durch das Landessozialministerium geändert worden, sodass man erwarten könne, dass die derzeitigen Engpässe auf absehbare Zeit abgebaut werden können. Letztendlich aber „hängt alles von der Lieferung der Impfstoffe ab. Und darauf haben wir halt keinen Einfluss“.

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news-37 Sat, 26 Dec 2020 19:30:12 +0100 DRK Rettungsdienst an Heiligabend 2020 https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-rettungsdienst-an-heiligabend-2020.html Oh du Fröhliche…? Die Nacht des Heilig-Abends im Rettungsdienst Waldkirch (mkt). „Stille Nacht, heilige Nacht?“ Nicht für alle ist die Nacht vor dem ersten Weihnachtsfeiertag eine Zeit der Besinnlichkeit mit der Familie. Zahlreiche Menschen müssen in dieser für Viele besonderen Nacht arbeiten – in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und bei der Polizei zum Beispiel, aber auch im Rettungsdienst. Den hat der „Elztäler Wochenbericht“ in der „Heiligen Nacht“ begleitet.

Donnerstagabend, kurz vor 19 Uhr: Larissa Kern und Sebastian Gaebert trudeln im Waldkircher Rettungszentrum ein, um ihre zwölfstündige Nachtschicht auf dem an der DRK-Rettungswache Waldkirch stationierten Rettungswagen (RTW) anzutreten. Vor fünf Jahren begann Larissa Kern ihre dreijährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin beim DRK-Kreisverband Emmendingen. Seit dem erfolgreich absolvierten Staatsexamen arbeitet sie als Vollzeitkraft im Rettungsdienst. Ihr Schichtpartner Sebastian Gaebert ist ausgebildeter Rettungssanitäter und arbeitet häufig zusammen mit Larissa auf einem Rettungswagen. Beide sind ein eingespieltes Team, das seine Arbeitsabläufe aufeinander abgestimmt hat. „Es war ziemlich viel los heute“, erfahren sie von ihrer Vorgängerschicht im Übernahmegespräch, in dem sie einen kurzen Überblick über die absolvierten Einsätze und den Fahrzeugzustand bekommen. „Wenn’s so weiter geht, habt Ihr eine unruhige Nacht“. Larissa und Sebastian machen den bei jedem Schichtantritt vorgeschriebenen Technik- und medizinischen Check ihres Einsatzfahrzeuges. EKG, Sauerstoff, Beatmungsgeräte, Notfallrucksäcke – schlichtweg alles wird unter die Lupe genommen und protokolliert. Mängel gibt es keine – und so können sie nun beruhigt auf das warten, was die Nacht bringt.

Im Aufenthaltsraum der Rettungswache sorgt ein kleiner, geschmückter Tannenbaum  für weihnachtliches Flair. Aus der Küche duftet es bald verführerisch. Apfelstrudel mit Vanillesoße steht auf dem Tisch. „Großartig zu kochen lohnt sich nicht – auch an Heiligabend. Man muss ja immer damit rechnen, dass man von jetzt auf gleich ausrücken muss und man vielleicht sogar erst nach einigen Stunden wieder zurück kommt. Das wäre dann schade um das gute Essen“, sagt Sebastian. Er sollte recht behalten: Punkt 20.45 melden sich die Piepser: „Notfalleinsatz Wache zwo mit Notarzt“, hört man die sonore Stimme des Leitstellendisponenten. Mit Sondersignal steuert Sebastian das schwere Fahrzeug  in eine Umlandgemeinde. Auch wenn wenig los ist auf den Straßen sind Blaulicht und Martinshorn unabdingbar, um Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen zu dürfen. „Das schreibt die Straßenverkehrsordnung zwingend vor“, sagt Sebastian der weiß, dass dies in der Bevölkerung nicht immer auf Verständnis stößt. Auf der Straße sei ein Mann zusammen gebrochen und krampft, erfahren die beiden über Funk von der Leitstelle. Die Abfrage nach Corona-Anzeichen sei negativ gewesen. Trotzdem rüstet sich das Notfallteam mit Schutzkitteln, Handschuhen und den obligatorischen FFP 2 Masken aus, die im Rettungsdienst vorgeschrieben sind. „Der Umgang mit Infektionen war auch schon vor Corona Alltag für uns“, sagt Larissa. „Aber jetzt behandeln wir alle Patienten erst mal, als ob sie Corona hätten - bis zum Beweis des Gegenteils“. An der Einsatzstelle angekommen sind die Aufgaben klar verteilt: Die Notfallsanitäterin Larissa hat die Gesamtverantwortung für den Einsatz, Sebastian arbeitet ihr zu, übernimmt aber auch eigenständig bestimmte Aufgaben. Der Patient klart zwar langsam wieder auf, ist aber noch völlig desorientiert. Die Befragung der Umstehenden ergibt erste Informationen über das Geschehen. Angehörige erzählen von Vorerkrankungen. Larissa entscheidet, den Patienten so schnell wie möglich in den warmen Rettungswagen aufzunehmen. Denn eine der häufigsten Komplikationen von Notfalleinsätzen im Freien sind Unterkühlungen. Und die wirken sich sehr nachteilig auf den späteren Genesungsverlauf in der Klinik aus. Kurz darauf trifft auch das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ein. Larissa berichtet dem Notarzt über ihre bisher erhobenen Befunde und Maßnahmen. Das kollegiale „Du“ bestimmt den Umgangston. Während sich Notarzt und das RTW-Team auf den Patienten konzentrieren, übernimmt der Notfallsanitäter des NEFs alle logistischen Aufgaben. Er setzt einen Lagebericht an die Leitstelle ab, erhebt Personalien, befragt noch einmal die Zeugen des Geschehens nach ihren Beobachtungen. „Wir müssen ihn einem Neurologen vorstellen“, entscheidet der Notarzt. „Versuch uns mal in der Uniklinik anzumelden“. Per Handy nimmt das Notfallteam Kontakt mit der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik auf. Nach wenigen Minuten kommt das „Okey“: „Ihr könnt kommen“. „Notarzt begleitet, ist aber im Notfall abkömmlich“, ergänzt der NEF-Fahrer die abschließende Meldung an die Leitstelle. In der Uniklinik angekommen wartet eine Überraschung: Ein „Weihnachtsmann“ steht vor der Eingangstür und empfängt die Notfallretter mit einem fröhlichen Weihnachtsgruß. „Das ist ja toll. Das hab ich so auch noch nicht erlebt“, freut sich Larissa. Vor der Übergabe des Patienten an das Team der Notaufnahme wird bei diesem sowohl ein Corona-Schnelltest, als auch ein Abstrich gemacht. Minuten später zeigt der Schnelltest: „Negativ“. Kollektives Aufatmen ist die Folge. Notarzt und Notfallsanitäter des NEFs verabschieden sich: „Bis später!“ Larissa und Sebastian  desinfizieren die Liege, den Patientenraum und die benutzten Einsatzmittel. Nach rund 30 Minuten sind auch sie wieder einsatzklar und steuern ihr Fahrzeug zurück zur Rettungswache, wo das verbrauchte Material wieder aufgefüllt wird.

„Es ist weniger los heute, als in „normalen“ Nächten“, stellt Larissa fest. Sie sollte recht behalten. Erst um 22.30 Uhr kommt der nächste Einsatzauftrag: „Unstillbares Nasenbluten“ bei einem Patienten, der immer mal wieder damit zu tun hat. Alle bekannten Erste-Hilfe-Maßnahmen haben er und eine Familienangehörigen, die sich unter’m Tannenbaum versammelt hatten, schon versucht – erfolglos. Einzig mögliche Chance, die Blutung zu stillen, ist ein sofortiger fachärztlicher Eingriff. Larissa nimmt über Handy Kontakt mit der HNO-Abteilung der Uniklinik auf und bekommt die Zusage, dass er angenommen wird. Auch jetzt werden die obligatorischen Corona-Vorsichtsmaßnahmen sowohl während der Versorgung und des Transportes, als auch bei der Aufnahme in die Uni-Klinik akribisch beachtet. Wieder heißt das Ergebnis nach dem Schnelltest: „Negativ“! Wieder stehen trotzdem Reinigung und Desinfektion auf dem Plan, bevor man die Rückfahrt durch das wie ausgestorben wirkende nächtliche Freiburg antritt. Kurz nach Mitternacht wird der RTW in der Fahrzeughalle abgestellt.

5.04 Uhr: Lautes Gepiepse in der Rettungswache Waldkirch: „Notfalleinsatz Wache zwo mit Notarzt“ ist erneut aus den Lautsprechern zu hören. Dieses Mal vermuten die Disponenten der Leitstelle einen Herzinfarkt als Einsatzgrund. Nur wenige Minuten nach ihrer Alarmierung kommen Larissa und Sebastian an der Notfallstelle an. An der Haustür werden sie schon von aufgeregten Familienmitgliedern des Patienten erwartet. Ausgerüstet mit zwei Notfallrucksäcken, EKG, Funkgerät und Protokoll-Tablet betreten sie mit einem freundlichen „Guten Morgen! Dürfen wir hereinkommen?“ das weihnachtlich geschmückte Wohnzimmer, in dem sie einen schwer atmenden Mann in einem Sessel sitzend vorfinden. Sofort beginnen die beiden mit ihren vielfach eingeübten Routineabläufen, messen die Vitalparameter, legen ein EKG an, erfragen das Geschehen und die Vorerkrankungen. Die Ruhe, die sie dabei ausstrahlen, wirkt sich auch auf die Familie aus. Bis der Notarzt eintrifft haben sie bereits Blut abgenommen und eine Infusion angelegt, über die kurz darauf die Notfallmedikamente gegeben werden. Larissa und der Notarzt sind sich im Übergabegespräch schnell einig, dass der Patient schnellstmöglich eine Herzkathederuntersuchung braucht. Weshalb der Notfallsanitäter des Notarzteinsatzfahrzeuges erneut unverzüglich Kontakt mit der Uni-Klinik Freiburg aufnimmt und den Patienten anmeldet. Noch während dieser schonend aus der Wohnung zum RTW transportiert wird meldet sich die Leitstelle über Funk: „Herzkathederlabor zwei ist frei. Ihr könnt direkt dort anfahren“. Behutsam, aber zügig, steuert Sebastian den Rettungswagen mit Blaulicht in Richtung Freiburg. An der Uniklinik angekommen folgt der obligatorische Corona-Test. Auch dieses Mal lautet das Ergebnis: „Negativ“.

Mittlerweile ist es kurz vor halbsieben Uhr. Larissa und Sebastian sind auf der Rückfahrt nach Waldkirch, wo in der Rettungswache schon die Tagschicht auf sie wartet. „Es war eine wenig weihnachtliche, aber gottseidank auch ziemlich ruhige Nacht“, berichten sie ihren Kolleg/innen im Übergabegespräch. Jetzt kann auch für sie Weihnachten beginnen. „Aber erst muss ich noch ein paar Stunden Schlaf nachholen“, sagt Larissa.

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news-36 Fri, 18 Dec 2020 10:22:42 +0100 Sparkasse spendete 1.000 Euro https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/sparkasse-spendete-1000-euro.html „Nicht ohne Euch“ hieß die Spendenaktion der Sparkasse Freiburg/Nördlicher Breisgau. Rund 24.000 Menschen haben an der Facebook-Aktion teilgenommen. Nach der Verlosung und drei spannenden Votingwochen wurden 100 Gewinner ermittelt. Dazu zählte auch der DRK-Kreisverband Emmendingen, der eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegen nehmen durfte. Bei der Scheckübergabe an DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher in der Sparkassenhalle in Freiburg übernahmen Regionaldirektor Matthias Hirschbolz (li.) und Helge Siewert, Leiter des Finanzzentrums Emmendingen, betonten beide die hohe Wertschätzung, die das DRK und seine haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitglieder in der Bevölkerung genießen und die gerade in der derzeitigen Pandemielage zum Tragen komme.

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news-35 Fri, 11 Dec 2020 17:54:32 +0100 Corona bedingte Verordnung https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/corona-bedingte-verordnung.html Sehr geehrte Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer,

leider müssen wir bis auf weiteres alle Rot-Kreuz Kurse absagen.
Wir bedauern das sehr, sehen aber aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben keine andere Möglichkeit. Natürlich können Sie sich über unsere Homepage für Kurse im nächsten Jahr anmelden.
Sollten Sie bereits bezahlt haben, schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihrem Wunschtermin an breitenausbildung(at)drk-emmendingen.de Sollten Sie keinen geeigneten neuen Kurstermin finden, erstatten wir Ihnen selbstverständlich die bereits bezahlte Gebühr.

 

Liebe Kunden der Kleiderläden

aufgrund der aktuellen Situation bleiben unsere Läden bis auf Weiteres geschlossen.
Wir können derzeit auch keine Kleiderspenden annehmen. Sie können uns gerne Ihre Kleiderspenden zukommen lassen wenn die Läden wieder geöffnet sind. Größere Mengen durch Haushaltsauflösungen können wir jedoch nicht in den Läden annehmen.
Wenn Sie oder Ihre Familie in einer Notlage sind, in der Sie warme Winterkleidung/Schuhe unbedingt benötigen dann wenden Sie sich bitte telefonisch an den Kreisverband an Frau Balduin (07641 460131) oder  Frau Orthmann (07641 460135). Wir versuchen Ihnen dann so schnell wie möglich zu helfen.

Bleiben Sie Gesund!

Ihr Rotes Kreuz in Emmendingen

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news-32 Tue, 24 Nov 2020 12:17:00 +0100 Neues Rettungszentrum Elzach: https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/neues-rettungszentrum-elzach.html Stadt Elzach und DRK-Kreisverband Emmendingen vereinbaren Nutzungsvertrag Elzach (mkt). Anfang Januar 2021 erfolgt der offizielle erste Spatenstich, zwei Jahre später soll es in Betrieb gehen: Das neue Rettungszentrum der Stadt Elzach, in dem die Freiwillige Feuerwehr und die DRK-Rettungswache Elzach eine gemeinsame Heimstatt erhalten. Den letzten „formellen Akt“ für diese schon seit vielen Jahrzehnten auch am bisherigen Standort in der Freiburger Straße gelebte Gemeinsamkeit vollzogen Bürgermeister Roland Tibi und der DRK-Kreisvorsitzende, Landrat Hanno Hurth, mit der Unterzeichnung eines auf 40 Jahre ausgerichteten Mietvertrages.

Von Anfang an mit in die Planungen des Rettungszentrums eingebunden war der DRK-Kreisverband Emmendingen. Denn auch dessen Rettungswache beim derzeitigen Feuerwehrgerätehaus in der Freiburger Straße sei „dringend sanierungsbedürftig“, wie der Kreisvorsitzende Landrat Hanno Hurth betonte. Das neue Rettungszentrum wird Feuerwehr und DRK-Rettungswache in einem gemeinsamen Gebäude unterbringen, allerdings räumlich getrennt mit separatem Eingang und eigener Ausfahrt für das DRK. Bauherr der gesamten Anlage ist die Stadt Elzach. Das DRK finanziert jedoch seinen Gebäudeteil selbst. Rund 856.000 Euro betragen nach derzeitigem Planungsstand die Baukosten der Rettungswache. Davon trägt das Land Baden-Württemberg im Rahmen eines Förderprogramms zum Bau neuer Rettungswachen 77 Prozent. Gerechnet hatte man ursprünglich mit einer 90prozentigen Förderung, so wie sie auch gesetzlich gefordert ist. Somit verbleibt für den DRK-Kreisverband ein Eigenanteil von rund 193.000 Euro, den er selbst finanzieren muss. „Für uns ist das eine Großinvestition“, verdeutlichte der DRK-Kreisvorsitzende. Die Fördergelder des Landes sind an verschiedene Bedingungen gebunden, die beachtet werden müssen. Die haben sich im Laufe der Planungsphase zu Ungunsten des Roten Kreuzes geändert. Denn ursprünglich sollten an der Rettungswache ein Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Krankentransportwagen stationiert werden. Doch das Land ist aus der Förderung von Stellplätzen für Krankentransportwagen ausgestiegen. Mit der Folge, dass die ursprüngliche Planung für den DRK-Gebäudeteil noch einmal komplett umgeändert werden musste. Die Kosten dafür  in Höhe von 35.000 Euro musste das DRK tragen. Eine weitere Bedingung für die Landeszuschüsse war eine vertragliche Regelung zwischen Stadt Elzach und DRK. Die wurde nun in Form eines Mietvertrages geschlossen, der eine Laufzeit von 40 Jahren hat. Darin verrechnet sind die Bauinvestitionen des DRKs, sodass der vereinbarte monatliche Mietzins bei Null Euro liegt.

Bürgermeister Roland Tibi zeigte sich erleichtert „dass wir soweit sind, den gemeinsamen Vertrag zur Nutzung des Rettungszentrums zu unterschreiben“. Er betonte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten trotz der Schwierigkeiten und Verzögerungen. Der Vertrag sei ein Zeichen dafür, dass der Rettungsdienststandort Elzach auf lange Zeit gesichert ist. Die Rettungswache sei unverzichtbar für die notfallmedizinische Versorgung der gesamten Raumschaft weit über das obere Elztal hinaus. „Für uns ist dies ein bedeutender Tag“, sagte Hanno Hurth. Das gemeinsame Projekt der Stadt Elzach und des DRK-Kreisverbandes sei beispielgebend für andere. Vom neuen Standort „profitiert das ganze Tal“. Hurth bedankte sich bei der Stadt Elzach, dessen Gemeinderat und allen Beteiligten im gemeinsamen Bauausschuss für die intensive Arbeit und das gute Ergebnis, das man mit dieser Vertragsunterzeichnung nun endgültig vorweisen könne. 

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news-33 Tue, 24 Nov 2020 11:19:00 +0100 Ehrung für Lothar Lang https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/ehrung-fuer-lothar-lang.html 40 Jahre im Rettungsdienst Landrat Hanno Hurth und Elzachs Bürgermeister Roland Tibi ehren Lothar Lang Elzach (mkt). Für seine 40jährige Dienstzeit beim Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Emmendingen, ehrten der Vorsitzende Landrat Hanno Hurth, Elzachs Bürgermeister Roland Tibi und DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher den Leiter der DRK-Rettungswache Elzach, Lothar Lang, am Montagnachmittag im Bürgersaal des Rathauses in Elzach anlässlich der Vertragsunterzeichnung für die gemeinsame Nutzung des künftigen Rettungszentrums durch die Freiwillige Feuerwehr Elzach und den DRK-Kreisverband Emmendingen. Schon als Jugendlicher engagierte sich Lothar Lang im DRK-Ortsverein Prechtal, dem er 1976 beigetreten war. 1980 entschied er sich für eine neue berufliche Herausforderung und begann am 1. November seine Tätigkeit beim DRK-Kreisverband Emmendingen.  1981 absolvierte er die Ausbildung zum Rettungssanitäter. 1990 durchlief er die Weiterbildung zum Rettungsassistenten, 2002 die Fortbildung zum „Organisatorischen Leiter Rettungsdienst“. Seit dem 1. Januar 1990 ist Lothar Lang Leiter der Rettungswache Elzach. Darüber hinaus bekleidet er seit 2001 das Amt des Internetbeauftragten und ist für die Pflege der Webseite verantwortlich. Der Kreisvorsitzende, sowie Kreisgeschäftsführer Alexander Breisacher dankten ihm für die jahrzehntelange Treue und Zuverlässigkeit in einem Beruf, der von großen körperlichen und psychischen Anstrengungen geprägt sei. Von Anfang an war Lothar Lang auch in die Planungen des neuen Rettungszentrums eingebunden. Hier habe er seine fachliche Kompetenz eingebracht. „Wir sind froh, dass wir Sie haben“, betonte Hurth. Er überreichte die von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann unterzeichnete Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg und überbrachte die  Grüße des Kreisvorstandes. Dem schloss sich Bürgermeister Roland Tibi mit „einem ganz herzlichen Dank an. Du hast wertvolle Aufbauarbeit im Rettungsdienst geleistet und warst mit Deinem Engagement immer an der Spitze der Bewegung“. 

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news-22 Sun, 04 Oct 2020 16:23:00 +0200 Rettungshundeprüfung in Emmendingen https://www.drk-emmendingen.de/aktuell/presse-service/meldung/rettungshundepruefung-in-emmendingen.html Emmendingen (mkt). Sie sind ganz besondere Lebensretter: Die Such- und Rettungshunde des Roten Kreuzes. Zwei- und Vierbeiner bilden dabei ein untrennbares Team. Damit Hund und Herrchen oder Frauchen auch in Extremsituationen gut miteinander funktionieren, müssen sie sich einer mehrjährigen  Ausbildung unterziehen. Voriges Wochenende fand eine Abschlussprüfung für Personensuchhunde, so genannte „Man-Trailer“ statt. Diese Hunde sind darauf trainiert, die Spur eines Menschen auch noch Tage nach seinem Verschwinden und über viele Kilometer zu finden. Sie kommen daher sehr häufig bei gezielten Personensuchen, etwa wenn ältere Menschen aus einer Pflegeeinrichtung nicht mehr zurück finden, zum Einsatz. Die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Emmendingen hatte sich bereit erklärt, die Prüfung in Emmendingen auszurichten. Insgesamt fünf Teams aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg hatten die teilweise lange Anreise auf sich genommen, um die verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Dabei wurde u.a. auch großer Wert auf die Zusammenarbeit der Teams gelegt. Die beiden Prüfer Armin Schweda und Dieter Schemenauer zeigten sich von den gezeigten Leistungen angetan. Sie dankten aber auch für die tatkräftige und logistische Unterstützung durch die DRK-Ortsvereine Sexau und Emmendingen, sowie den Mitgliedern der DRK-Rettungshundestaffel des Kreisverbandes Emmendingen, die es möglich machten, den Prüfungstag sehr ansprechend zu gestalten. 

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